Ein Wort über Streichinstrumente...

Es kann mitunter schwierig sein, sich in der Welt der Streichinstrumente zurechtzufinden.

Wie kann man eine überteuerte Wahl vermeiden?

Warum kostet eine bestimmte Geige z.B. 1500,- Euro, während eine ganz ähnliche gleich das 2- 3- 4- oder gar 10-fache kostet? Klingen die teureren Instrumente um so viel besser? Bezahlt man vielleicht einen Namen oder eine bestimmte geographische Herkunft und damit gar nicht das, was man im Grunde sucht?

Als ausübender Geiger haben mich solche Fragen lange beschäftigt.

Der berühmte Violinvirtuose Fritz Kreisler äußerte einst, ein gutes Instrument sei eines, das sich den Klangvorstellungen des Spielers möglichst wenig widersetzt.

Natürlich wird in aller Regel der Wert eines Instrumentes von Kriterien wie der Schule und Meisterschaft seines Erbauers aber auch von seinem Erhaltungszustand bestimmt. Und nicht selten steht diese handwerkliche Güte in engem Zusammenhang mit der klanglichen Qualität.

Das ist aber nicht immer der Fall. Es gibt nicht wenige Instrumente von namhafter Herkunft, die klanglich enttäuschen. Andererseits kann so manche namenlose Geige durch einen wundervollen und tragfähigen Ton bezaubern.

Damit in Zusammenhang steht der Umstand, dass Geigenexperten die Instrumente nicht immer nach den gleichen Kriterien beurteilen wie wir Spieler.

Dass berühmte Namen italienischer oder französischer Herkunft und sehr hohe, ja astronomische Preise nicht notwendigerweise den besten Klang garantieren, dafür haben auch die während der letzten Jahre in den USA durchgeführten „Doppelblindtests“ spektakuläre Beweise erbracht. Hier haben sich altitalienische Geigen von u.a. A. Stradivari und G. Guarneri den Neubauten zeitgenössischer Geigenbauer nicht als eindeutig überlegen erweisen können.

Auch in viel kleinerem Rahmen kann es solche Diskrepanzen geben.

Und genau hier befindet sich unser Ansatzpunkt. Unsere Instrumente sind hauptsächlich nach klanglichen Gesichtspunkten ausgewählt worden. Darüber hinaus unterstützen wir die längst überfällige „Rehabilitation“ sächsischer und anderer deutscher Instrumente und Bögen im internationalen Vergleich.

Falls Sie also auf der Suche nach einem Instrument zu einem moderaten Preis sind, das Ihnen Wohlklang und Spielfreude schenkt, schauen Sie einfach mal vorbei. Wir nehmen uns gerne für Sie Zeit. Prüfen Sie den Klang, indem Sie selbst spielen und sich vorspielen lassen, und freuen Sie sich auf eine fachkundige Beratung, um das Instrument zu finden, das zu Ihnen passt.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr

Jochen Brusch (Geschäftsführer)